trotzanfälle gehören hier leider grade zur tagesordnung. heute morgen hatten wir ein relativ lustiges exemplar davon zu gast (krümelinchen fands wahrscheinlich weniger lustig, aber mama musste sich das grinsen verkneifen).

die ausgangssituation: mama sucht in krümelinchens zimmer klamotten raus, krümelinchen spielt mit den kuscheltieren. dabei stellt sie fest, dass baby nicht da ist. klar, das liegt auch schon im bad, da wir da eh hin wollen nimmt mama das  krümelinchen also an der hand und zeig ihr, wo ihr baby ist. im bad angekommen fällt krümelinchen ein, dass sie baby ja in den puppenwagen legen wollte. da kreischt man doch erstmal los „mama waaaaageeeee hoooooleeeeeee“. mama ist der meinung, dass krümelinchen das auch allein kann und tut ihr das kund. da wiederum ist krümelinchen anderer meinung und wiederholt ihr gekreische. mama bleibt aber auf dem standpunkt, dass ein zweijähriges kind ganz gut in der lage ist, den puppenwagen, der sich zwei zimmer weiter befindet, alleine ins bad zu holen. nein? na dann…

der trotzanfall: ich weiß nicht, ob das bei allen kindern so ist, aber bei uns ist alles, was währenddessen gemacht wird falsch, bzw. es muss genau das wieder hergestellt werden, was man gerade geändert hat. nicht verständlich? dann erzähl ich mal weiter… die hoffnung nicht aufgebend, dass es doch mal irgendwann etwas bringen könnte, setz ich mich auf den badhocker und nehm mein schimpfendes krümelinchen auf den schoß, um sie zu beruhigen. ach so, da war ja was, „nein mama ned schoß sitze“ – schwupp ist sie unten. da fällt ihr dann aber auf, dass es auf dem schoß gar nicht so schlecht war „mama wieder hoch“, schwingt ihr bein über meins und schiebt sich wieder auf den schoß. „neeeeiiiiin ned schoß sitze“ – moment mal, wer ist hier denn grade wieder hochgekrabbelt?!?!?!? kaum wieder unten, geht das gleiche spiel von vorne los, krümelinchens bein über mein bein und schuwpp ist sie wieder oben, und im nächsten moment wieder unten. die mama schaut sich die ganze sache ein paar minuten sehr amüsiert an (ich sitz ja nur da, die arbeit hat das krümelinchen). fragt mich bitte nicht, wie oft sie in der zeit hoch und runter gerutscht ist, ich hab nicht mitgezählt. irgendwann ist mir das dann doch zu blöd und ich steh auf und geh ans waschbecken um die brille gegen kontaktlinsen zu tauschen. „nein mama hinsitze“, die angesprochen dreht sich zum tobenden krümelinchen, um ihr zu erklären, dass sie sich jetzt fertig machen möchte, weil wir ja dann in die kita wollen. „nein mama wieder umdrehe“ – öhm ok, dreh ich mich halt wieder zum spiegel. „nein maaaaaaamaaaaa“ krümelinchen versucht mich, an meinem shirt zerrend wieder umzudrehen – sorry kindchen, aber dazu musst du erst groß und stark werden. mama versucht weiterhin tapfer ihre kontaktlinsen einzusetzen „nein mama, ned brille weg“ *augenverdreh*, doch mein schatz, wir müssen ja heute noch irgendwann weg. urplötzlich „mein duuuudiiii“ nimmt besagtes nuckelteil in den mund, setzt sich auf die badewannentreppe und verstummt. die mama ist (wie jedesmal) von dem abrupten stimmungswechsel etwas perplex.

das nachspiel: mama wischt dem krümelinchen die krokodilstränen von den bäckchen, nimmt sie ganz fest in den arm und kuschelt eine weile…

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